Hochzeitsplaner - weiße Engel für die perfekte Trauung

Nicht nur ein Hobby ""nebenbei""

Spätestens seit der Film „Wedding Planer“ mit Jennifer Lopez in den Kinos lief, wissen wir alle, dass Hochzeitsplaner nicht nur ein nettes Hobby nebenbei, sondern auch ein richtiger Beruf ist. Der „Bund deutscher Hochzeitsplaner e.V.“ hat sich sogar deutschlandweit auf die Organisation von Hochzeiten spezialisiert. Doch wozu braucht man einen Experten wie den Hochzeitsplaner?

 

Friederike Mauritz, die mit ihrer Veranstaltungsagentur Celebrations Mitglied im Bund ist, erzählte Brautbox im Interview alles, was Du rund um Hochzeitsplanung wissen musst.

Brautbox: Warum sollte ein Brautpaar sich professionelle Hilfe von einem Hochzeitsplaner suchen?

Friederike Mauritz: Eine Hochzeit plant man nicht mal eben wie eine gemütliche Geburtstagsfeier. Das Brautpaar hat für den schönsten Tag seines Lebens ganz besondere Wünsche und Ansprüche an die Feier. Außerdem ist das Spektrum der zu planenden Punkte viel größer als bei einer ""normalen"" Feier: Bei der standesamtlichen und gegebenenfalls der kirchlichen Trauung müssen Regeln, Vorschriften, Termine etc. eingehalten und zusätzliche Örtlichkeiten gebucht werden. Hinzu kommt, dass die Gäste oftmals unterschiedlichen Generationen angehören und teilweise von auswärts anreisen müssen. Man muss daher das Programm so planen, dass jeder sich wohl fühlt, und eventuell noch Übernachtungsmöglichkeiten hinzubuchen. Außerdem haben die wenigsten BrautpaareKontakte zu guten Fotografen, Musikern, Lokalitäten etc. Diese Recherche nimmt oftmals viel Zeit in Anspruch und garantiert dem Brautpaar am Ende dennoch nicht, dass die richtige Wahl getroffen wurde.


Ferner gelten bei Hochzeiten viele Traditionen, die das Brautpaar eventuell beachten oder sich gegebenenfalls bewusst dagegen entscheiden möchte.
Die meisten Brautpaare unterschätzen zu Beginn der Planung daher den Umfang und zeitlichen Aufwand sowie die Kosten einer Hochzeit. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig Beratung von jemandem einzuholen,  der damit wirklich Erfahrung und außerdem erprobte Kontakte in allen Bereichen hat.

 

Wenn Braut und Bräutigam beide beruflich stark eingespannt sind (was bei den meisten unserer Kunden der Fall ist), ist es für die viele Paare fast unmöglich oder zumindest mit viel zusätzlichem Stress am Feierabend und Wochenende verbunden, die Hochzeit alleine zu organisieren.

 

BB:Wie und wann kam es zur Gründung von dem „Bund Deutscher Hochzeitsplaner“?

F.M.: Es gab bereits vor einigen Jahren einen losen Zusammenschluss diverser Hochzeitsplaner mit ähnlichem Ziel. Leider hat sich dieser Zusammenschluss aus den unterschiedlichsten Gründen wieder aufgelöst. Da es mir aber wichtig war,  Austausch, Grundsätze und Weiterbildung in der Branche zu fördern und den Brautpaaren zu helfen, einen erfahrenen Hochzeitsplaner zu finden, habe ich im Jahr 2005 viele Hochzeitsplaner angeschrieben und zu einem ersten Meeting geladen. Nach zahlreichen weiteren Treffen wurde der Bund im November 2007 offiziell gegründet. Die Eintragung im Vereinsregister erfolgte im Frühjahr 2008. Durch eine offizielle Satzung und detaillierte Statuten hat der Verband diesmal klare Grundlagen, auf die man besser aufbauen kann.

BB: Durch welche Qualitätsmerkmale zeichnen sich die im Bund befindlichen Mitglieder aus?

F.M.: Ein Hochzeitsplaner muss in unserem Bund mindestens zwei Jahre offiziell und vollberuflich als solcher gearbeitet haben und sich vor einem Gremium von mindestens drei aktuellen Mitgliedern in einer Art Aufnahmeinterview behaupten. Hinzu kommen während der Mitgliedschaft regelmäßiger Austausch und Weiterbildung. Diese Maßnahmen bringen den Hochzeitsplaner auf einen professionellen und erfahrenen Stand und das Brautpaar weiß, dass es sich voll und ganz auf die Kompetenz seines Hochzeitsplaners verlassen kann.

BB: Welches Budget sollten die Heiratswilligen mitbringen, wenn Sie eine Hochzeit von einem Ihrer Mitglieder planen lassen möchten?

F.M.: Das Budget der Hochzeit ist in der Regel für die Zusammenarbeit nur bedingt entscheidend. Die meisten Hochzeitsplaner organisieren simple und rustikale Hochzeiten genauso wie üppige und anspruchsvolle. Hinzu kommt, dass das Brautpaar ja nicht unbedingt immer die komplette Hochzeitsplanung abgeben muss, sondern sich auch nur in einigen Teilbereichen unterstützen lassen kann, in denen es vielleicht noch Hilfe braucht.

Ich antworte auf diese Frage immer, dass die günstigste Hochzeit, die ich je organisiert habe, insgesamt ca. 6.000,00 € inkl. unserer Gebühr gekostet hat, die teuerste 80.000 €. Es ist also alles möglich.

Zu unseren Gebühren: Manche Hochzeitsplaner berechnen pauschal einen Prozentsatz der Hochzeit, manche berechnen eine separate Servicegebühr. Am Ende läuft es aber oftmals auf ähnliche Summen hinaus. In der Regel liegen die Kosten des Hochzeitsplaners bei einer Komplettorganisation zwischen 10 und 25% des Gesamtbudgets.

BB: Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr Informationen zum Bund Deutscher Hochzeitsplaner und den dazugehörigen Unternehmen findest Du hier.